Monate: November 2017

(Bild: © iStock)

Vertreterpauschale eines Immobilienmaklers

Ein unselbständig tätiger Immobilienmakler ist zwar von seinem Dienstgeber ständig mit dem Abschluss von Maklerverträgen im Namen und für Rechnung seines Dienstgebers betraut. Bei seiner Außendiensttätigkeit steht jedoch aufgrund seines Tätigkeitsbildes nicht der Abschluss von Maklerverträgen für seinen Dienstgeber im Vordergrund, sondern eindeutig die Vermittlungstätigkeit für eine Immobilie in Erfüllung des zuvor abgeschlossenen Maklervertrages.

Wie erfolgt die automationsunterstützte Zinsenbe­rechnung laut BAO im Computerzeitalter?

In einem Beschwerde­verfahren gegen einen Aussetzungszinsen­bescheid wurde von einem Beschwerdeführer vorgebracht, dass bei der Festsetzung und Berechnung der bescheidmäßig fest­gesetzten Aussetzungszinsen der Tagesszinssatz „nur“ auf vier Kommastellen dargestellt und berechnet wird und dafür keine gesetzliche Grundlage existiere. Laut seinen Berechnungen hätte er weniger zu entrichten. Es war daher zu klären, wie die Aussetzungs‑, Anspruchs-, Stundungs- oder Beschwerdezinsen gem §§ 205, 205a, 212 und 212a BAO derzeit automationsunterstützt tatsächlich berechnet werden. Ein Beitrag von Gerhard Groschedl vom BFG.

Versicherungs­steuer – Versicherer muss Wagnis übernehmen

Dr. Hedwig Bavenek-Weber vom BFG über den Fall eines Revisionswerbers der angab, im März 2009 mit einem im Ausland ansässigen Unternehmen eine Ablebens­versicherung abgeschlossen zu haben, für die er eine Einmal­prämie von 390.000 Euro bezahlt hat. Der Revisionswerber vertrat die Meinung, es falle keine Versicherungs­steuer an, weil es sich um eine anteilsgebundene Lebens­versicherung handle, für die keine Gefahrtragung durch den Versicherer erfolge.

Zurechnung von Einkünften bei Vorliegen einer Scheidungs­klausel im Fruchtgenuss­vertrag

Das BFG hatte zu beurteilen, ob die Vereinbarung einer echten Scheidungs­klausel zur steuerlichen Nichtanerkennung eines Zuwendungsfruchtgenuss­rechts an einer Liegenschaft führt. Patrick Leyrer, von der WU Wien, berichtet über den Fall einer Beschwerdeführerin die gemeinsam mit ihrem Gatten zwei Wohnungen erwarb.