Monate: April 2017

450.000 Euro Geldstrafe plus 14 Monate bedingt - Nicht rechtskräftig. (Bild: © iStock)

Veruntreutes Geld nicht versteuert: Kärntner Ex-Bankchef verurteilt

Ein 63 Jahre alter Ex-Bankchef ist am Donnerstag am Landesgericht Klagenfurt wegen gewerbsmäßiger Abgabenhinterziehung verurteilt worden. Der Mann hatte mehr als sechs Millionen Euro veruntreut und für dieses Geld natürlich keine Einkommenssteuer gezahlt. Das brachte ihm nun eine Geldstrafe von 450.000 Euro und 14 Monate bedingte Haft ein. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Speziell US-Firmen haben damit oft Steuerlast gedrückt - "Lizenzschranke" im Finanzausschuss. (Bild: © iStock)

Deutschland schränkt Konzern-Steuertricks mit Lizenzen ein

International agierende Unternehmen können ihre Steuerlast in Deutschland nicht mehr durch Tricks mit Lizenzen senken. Künftig soll verhindert werden, dass Großkonzerne Erträge, die sie mit Lizenzen oder Patenten machen, in Niedrigsteuerländer verlagern und so den zu besteuernden Gewinn kleinrechnen – ohne dass dort tatsächlich Forschung erfolgt.

Einkunftsquelleneigenschaft der Betätigung eines Musikproduzenten

Nach Ansicht des BFG war bei einer Betrachtung nach der Verkehrsauffassung typischerweise nicht davon auszugehen, dass die Tätigkeit eines Musikproduzenten und Einrichtung eines Musikstudios unter Einsatz von erheblichen finanziellen Mitteln einen typischen Zusammenhang mit einer in der Lebensführung begründeten Neigung aufweist. Die Tätigkeit war daher unter § 1 Abs 1 LVO zu subsumieren.

BFG News KW16/2017

Die Themen vom 20.04.2017 bis zum 26.04.2017:

– Kalte Progression: NEOS wollen mit Online-Rechner Druck machen
– Deutscher Staat profitiert in Milliardenhöhe von Steuerselbstanzeigen
– Aufwand für Privatflugzeug als abzugsfähige Reisekosten
– Bauherrneigenschaft: Einbindung in vorgegebenes Konzept und fehlender Auftritt als Bauwerber

Journal – Podcast 4/2017

Hören Sie die Zusammenfassung der April-Ausgabe des BFGjournals. Die Themen:

– Optionsprämien als Werbungskosten
– Aktuelle Rechtsprechung zur Absetzbarkeit von Politikeraufwendungen
– Hauptwohnsitzbefreiung bei privaten Grundstücksveräußerungen
– Fehlender Zwang und freies Wahlrecht sind schädlich für Drittelbegünstigung
– Zwingende Pauschalbesteuerung ausländischer Investmentfonds war unionsrechtswidrig
– Besonderheiten zur Besteuerung von Glücksverträgen
– Erste praktische Erfahrungen mit der Konteneinschau
– Amtsrevision: Abzugsfähigkeit eines Deutschkurses einer aus Thailand stammenden Ehefrau
– Primat der Entscheidung in der Sache
– Inhaltliche Erfordernisse eines Antrages auf Verfahrenshilfe einer juristischen Person

Aufwand für Privatflugzeug als abzugsfähige Reisekosten

Ein GmbH-Geschäftsführer war Eigentümer eines einmotorigen Privatflugzeugs, das er selbst steuern durfte. Dieses nutzte er im Streitjahr für 111 Flugstunden. Davon entfielen 29,59 Flugstunden auf Flüge zur Wahrnehmung beruflicher Termine. Das Finanzamt lehnte den Abzug der Aufwendungen für die Flüge mit dem Privatflugzeug (ca 17.000 €) als Werbungskosten ab.

BFG News KW15/2017

Die Themen vom 13.04.2017 bis zum 19.04.2017:

– Liechtensteiner Landesbank legt Steuerstreit mit Deutschland bei
– Cum-Ex: Betrug durch Banker und Börsianer in Deutschland aufgedeckt
– Doppelte Haushaltsführung bei einem Ledigen
– Liebhaberei bei der Vermietung von zwei Ferienwohnungen durch eine Gmb