Monate: Juni 2016

Nutzungsdauer einer Ziehharmonika

Bei einer Ziehharmonika der Marke „Beltuna Alpstar IV-D de Luxe“ ist die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer durch Schätzung zu ermitteln. Da das Instrument ein hochwertiges Produkt ist, das auch eine sehr hohe Wertbeständigkeit aufweist, ist zu ermitteln was branchenüblich ist und wie sich Umwelteinflüsse auf das Akkordeon auswirken.

Innerbetrieblicher Verlustausgleich vor Abspaltung von Teilbetrieben

Professor Klaus Hirschler, Gottfried Sulz und Christian Oberkleiner beschäftigen sich mit dem innerbetrieblichen Verlustausgleich der DVG GmbH, die im Rahmen einer Spaltung mit Rückwirkung elf Tankstellen am 31. 12. 2007 auf die neu errichtete RTB GmbH übertragen hat. Der Spaltungs- und Übernahme­vertrag ist vom 18. 8. 2008.

Deutsche Steuerberatungs­kosten als Sonderausgaben

Roland Setina vom BFG befasst sich mit dem Fall eines Beschwerdeführers der ursprünglich in Deutschland ansässig war aber nun seinen Hauptwohnsitz in Österreich hat und dort auch unbeschränkt steuerpflichtig ist. Er beantragte die Berücksichtigung von Steuerberatungs­kosten iHv 69.710,23 Euro (2009) und 62.512,76 Euro (2010) als Sonderausgaben. Das Finanzamt verwehrte dies. Nun stellt sich die Frage: Hätte er ein österreichisches Steuerberatungsunternehmen beauftragen müssen um in den Genuß des Abzugs zu kommen? Die Antwort lautet: Nein.

Abweichende Bilanz­stichtage in der Unternehmensgruppe

Lukas Mechtler von der Wirtschaftsuniversität Wien und Dr. Erik Pinetz, Berufsanwärter in Wien, betrachten den Fall der GM1-GmbH, die gemäß Gruppenfest­stellungbescheid des Finanzamtes Linz Gruppenmitglied einer Unternehmensgruppe war in deren Besitz sie ebenfalls zu 100 % lag. Als ein Antrag auf Bildung einer neuen Unternehmensgruppe gestellt wurde, setzte das Finanzamt für die GM1-GmbH das Individualbesteuerungsrecht fest, obwohl die Wirkungen der Gruppen­besteuerung nach dem alten Gruppenfest­stellungsbescheid zur Anwendung kommen sollte.

Nichtzuständigkeit des Spruchsenates und vorläufige Einstellung eines verwaltungsbehördlichen Finanzstraf­verfahrens

Michaela Schmutzer vom BFG befasst sich mit einem Fall in dem die Verantwortlichkeit wegen überschrittener strafbestimmender Wertbeträge von 100.000 Euro vom Spruchsenat auf das Gericht überging. Das Amt reichte Beschwerde ein, weil gegen den Beschuldigten ein gerichtliches Straf­verfahren wegen unmittelbarer Täterschaft bei einer Aktien­gesellschaft geführt werde, das vor dem Spruchsenat verhandelte Verfahren jedoch eine Beitragstäterschaft bei einer GmbH betreffe und diese gesondert zu verfolgen sei.