Monate: Januar 2016

Abzugsfähigkeit von Bewirtungskosten im Zusammenhang mit Auslandsumsätzen

Ein Steuerpflichtiger zog Aufwendungen anlässlich der Bewirtung von Geschäftsfreunden zur Gänze ab. Die Abgabenbehörde anerkannte diese dem Grunde nach als Aufwendungen mit eindeutigem Werbecharakter und betrieblicher Veranlassung, kürzte sie jedoch um die Hälfte. Der Steuerpflichtige brachte vor, dass die Aufwendungen ihre Ursache größtenteils in Einladungen bei Messen im Ausland hätten, bei denen er notwendigerweise zumeist mit Vertretern großer Herstellerwerke Essen gehen musste. Der Aufwand mache weniger als 1 % seines Umsatzes aus.

Hälftesteuersatz für eine Pensionsabfindung eines Gesellschafter-Geschäftsführers

Hinsichtlich der Abfindung einer Firmenpension liegt dann kein begünstigter Aufgabegewinn (Hälftesteuersatz) vor, wenn erst ab Pensionsantritt ein gesicherter Anspruch auf den Abfindungsbetrag besteht, weil eine derartige Forderung erst nach Aufgabe des Geschäftsführer-Betriebs entsteht und nicht schon während des aufrechten Betriebs vorlag.

Aufschiebende Wirkung bei einer außerordentlichen Revision

Auf Antrag des Revisionswerbers ist die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, wenn dem nicht zwingende öffentliche Interessen entgegenstehen und nach Abwägung der berührten öffentlichen Interessen und Interessen anderer Parteien mit dem Vollzug des angefochtenen Erkenntnisses oder mit der Ausübung der durch das angefochtene Erkenntnis eingeräumten Berechtigung für die Revisionswerberin ein unverhältnismäßiger Nachteil verbunden wäre.

Zurückverweisung an die Abgabenbehörde zur Durchführung notwendiger Ermittlungen

Eine Zurückverweisung der Sache an die Verwaltungsbehörde zur Durchführung notwendiger Ermittlungen kommt insbesondere dann in Betracht, wenn die Verwaltungsbehörde jegliche erforderliche Ermittlungstätigkeit unterlassen hat, wenn sie zur Ermittlung des maßgebenden Sachverhalts lediglich völlig ungeeignete Ermittlungsschritte gesetzt oder bloß ansatzweise ermittelt hat.

Rechtsbeziehungen des Einbringenden zur übernehmenden Körperschaft

Rechtsbeziehungen des Einbringenden zur übernehmenden Körperschaft im Zusammenhang mit der Beschäftigung, der Kreditgewährung und der Nutzungsüberlassung, soweit sie sich auf das eingebrachte Vermögen beziehen, sind ab Vertragsabschluss, frühestens jedoch für Zeiträume steuerwirksam, die nach Abschluss des Einbringungsvertrages beginnen.

Verschobene Bilanzstichtage innerhalb einer Unternehmensgruppe

Strittig ist, ob das Ergebnis eines Gruppenmitglieds für das Jahr 2008, das aufgrund des abweichenden Bilanzstichtages eines beteiligten Gruppenmitglieds den bisherigen Gruppenträger erst zu einem Zeitpunkt erreicht, in dem dieser bereits aus der Gruppe ausgeschieden war, zu einer Individualbesteuerung beim Gruppenmitglied führt, oder an die Gruppenträgerin der neuen Gruppe weiterzuleiten ist.