Alle Artikel in: Umsatzsteuer

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Kleinunternehmerbefreiung geht echten Steuerbefreiungen vor

Die Kleinunternehmerbefreiung stellt darauf ab, dass die Umsätze aus im Inland steuerbaren Lieferungen und Leistungen und dem Eigenverbrauch im Inland zusammen 30.000 Euro nicht übersteigen; auf die Steuerfreiheit oder Steuer­pflicht oder gar das damit zusammenhängende Recht auf Vorsteuerabzug kommt es für die Anwendung des § 6 Abs 1 Z 27 UStG nicht an.

Ermäßigter Umsatzteuersatz auch bei Vorliegen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs

Wie einem Erkenntnis des VwGH zu entnehmen ist, ermäßigt sich der Steuersatz auch für die Leistungen der Körperschaften, die gemeinnützigen Zwecken dienen, auf 10 %, wenn die Tätigkeit der Körperschaft nach den normierten Tatbestandsmerkmalen der Führung eines sogenannten entbehrlichen Hilfsbetriebs zuzuordnen ist.

Die Errichtung einer Kapelle durch den Betreiber eines Pflegeheims ist betrieblich veranlasst

Der Betreiber eines Pflegeheims für psychisch Kranke errichtete eine Kapelle. Im vorliegenden Fall war strittig, ob die Errichtung dieser Kapelle aus betrieblichen oder privaten Motiven erfolgte. Das BFG vertritt die Auffassung, dass sie objektiv zum unmittelbaren Einsatz im Betrieb bestimmt ist. Daher waren die Aufwendungen für die Kapelle abzugsfähig. Weiters zählt sie zum Unternehmen ( § 12 Abs 2 UStG), weshalb auch der Vorsteuerabzug in Bezug auf ihre Errichtungs­kosten zulässig war.

Zollwert bei Onlineauktionen – Behandlung von Verkäufer- und Käuferprovisionen

Onlineeinkäufe und -auktionen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Problematisch kann es jedoch werden, wenn man außerhalb der EU einkauft und die einschlägigen Zollvorschriften nicht beachtet werden. Im vorliegenden Fall erklärt Karl Heinz Klumpner vom BFG, wie an ein in der EU ansässiges Onlineauktionshaus für die Nutzung des Webdienstes zu zahlende Provisionen zoll­wertrechtlich zu behandeln sind.

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Innergemeinschaftlicher Erwerb und Reihenlieferung

Verwendet bei einer innergemeinschaftlichen Lieferung der Erwerber nicht die UID-Nummer des Bestimmungsmitgliedstaates, sondern die UID-Nummer eines dritten Mitgliedstaates, so ist dort der innergemeinschaftliche Erwerb bewirkt und zu besteuern. Diese Erwerbsteuer kann erst dann als Vorsteuer abgezogen werden, wenn der Erwerber seiner Erklärungspflicht im Bestimmungsmitgliedstaat nachkommt.

Aber Auskünfte für Finanzbehörden nicht automatisch - Geheimhaltungspflicht der Gemeinden schränkt Informationsfluss an Finanz ein. (Bild: © iStock)

Airbnb & Co. – Ortstaxe könnte in OÖ gesammelt abgeführt werden

Das im Februar in Kraft tretende neue oö. Tourismusgesetz verpflichtet Vermietungsplattformen wie Airbnb, der Behörde Auskünfte über ihre Vermieter und deren Unterkünfte zu geben. Die Ortstaxe könnte über die Plattform gesammelt abgeführt werden. Schwieriger dürfte es hingegen bei den Steuern werden.