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Europäisches Forum Alpbach 2018 – Diversität und Resilienz

(Bild: © Andrei Pungovschi) (Bild: © Andrei Pungovschi)

Im Mittelpunkt der Technologiegespräche standen die Themen digitale Zukunft, Big Data, Robotic und Artificial Intelligence sowie die Diskussion um eine zukunftsweisende Innovations- und Forschungspolitik im Zeichen globaler Standortkonkurrenz.

Bereits bei der Eröffnungsrunde zu den Technologiegesprächen wurde der Fokus auf die Forschung gelegt. Bildungsminister Heinz Faßmann verwies auf den soeben im Ministerrat beschlossenen FTI-Pakt (Forschung, Technologie, Innovation). Bereits im Frühjahr 2019 soll ein Forschungsfinanzierungsgesetz kommen. IV-Präsident Georg Kapsch forderte allerdings einen Bürokratieabbau bei Forschungsanträgen. Für KMUs seien sie zu kompliziert und die Dauer bis zur Bewilligung unzumutbar.

Die Zukunft ist digital – wie human wird sie sein?

Vielfalt wirkt positiv auf die Widerstandskraft und Innovationsfähigkeit

Neue Formen der Interaktionen beeinflussen den Evolutionsprozess. Die Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny sieht zwar ein Stolpern in die digitale Zukunft, aber wir können reagieren und in die richtige Richtung stolpern. Die Fortschritte in Künstlicher Intelligenz sind beeindruckend. Maschinen (z.B. Haushalts- oder Pflegeroboter) werden Menschen ähnlich. Werden sie allerdings zu ähnlich, verursachen sie Ängste. Transparenz ist notwendig, um die Sorge vor Kontrollverlust zu nehmen und Deepfakes zu erkennen. Die Roboterpsychologin Martina Mara von der JKU plädierte daher für interdisziplinäres Denken und demonstrierte beeindruckende Verfälschungen beim Google-Sprachübersetzer (Genderstereotype im Algorithmus).

Wettlauf der Schlüsseltechnologien – Europas Potenziale?

Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria, tritt für ein starkes Europa ein. Eine europäische Strategie ist der Schlüssel zum Erfolg, um wettbewerbsfähig zu sein. Eine Abstimmung in Forschung, Kooperationen und rasche Entscheidungen sind unerlässlich: „Die Welt um uns (z.B. China) wartet nicht. Handeln wir jetzt!“ Wolfgang Burtscher von der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission und verantwortlich für den Bereich Open Innovation und Open Science gab Einblick in das Forschungsprogramm Horizon Europe. Für 2021-27 sind rund 100 Mrd. Euro (um 20 Mrd. mehr als im laufenden Programm 2014-20) vorgesehen. Es besteht eine klare Korrelation zwischen Investitionen in Forschung und Innovation und Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen. Für Bernhard Sagmeister dem Geschäftsführer vom AWS (Austria Wirtschaftsservice) ist Bildung das zentrale Thema. Der Wettbewerb Jugend Innovativ zeigt auf, welches Potenzial in heimischen Schulprojekten steckt. Als Förderbank erhalten auch Startups Unterstützung.

Ein Zitat von Joseph Beuys bringt es auf den Punkt:

„Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen“.

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